Umzug des Kinder- und Jugendbüros

In den letzten Tagen war unser Vereinsname häufiger zu diesem Thema in der Presse zu lesen, wir wollen nun einen Überblick zu dem Thema geben. Anmerkung: der aktuelle Stand ist unten!

Vertreter des JuBa e. V. haben Anfang April mit Vertretern der Stadtverwaltung und des Jugendforums im Rahmen der Initiative Jugend Baden-Baden gesprochen. Mehr dazu hier.

Badisches Tagblatt (BT) am 09.05.2019

Schon hier wurde das Thema Kinder- und Jugendbüro angesprochen und unsererseits offen kritisiert. Uns wurde signalisiert, dass der Umzug an sich überprüft werde. Wir waren optimistisch und freuten uns, dass wir nun auch mit anderen Teilen der Stadtverwaltung ins Gespräch gekommen und auf offene Ohren mit unseren Wünschen gestoßen sind.

Kommentar im BT 09.05.2019

Das Kinder- und Jugendbüro musste sich in den letzten zwei Jahren wieder behaupten und viele Angebote, die es jetzt gibt, gab es so vorher nicht, was auch dem Leiter des KiJuB zu verdanken ist. Er berät und unterstützt uns als Jugendverein in vielen Themen und ist unser direkter Ansprechpartner in der Stadtverwaltung. Entgegen mancher Meinungen ist das Kinder- und Jugendbüro der zentrale Anlaufpunkt für uns und alle anderen in der Jugendarbeit tätigen Organisationen und nicht etwa die Jugendbegegnungsstätte im Haus nebenan.

Ärgerlich ist der Plan des Umzugs für uns deshalb, da die Verlegung an einen dezentralen Standort in der Weststadt den Wünschen von vielen Jugendlichen widerspricht. Jedes Jahr wird bei der Jugendkonferenz der Wunsch nach zentralen Angeboten für junge Menschen laut. Zudem hätte sich in jedem Fall die Zusammenarbeit zwischen unserem Verein und dem Kinder- und Jugendbüro verschlechtert, da wir erst durch die räumliche Nähe in der Stephanienstraße viele Gespräche erst führen konnten. Das war vor 2017 nicht so, eine wirklich tiefgreifende Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendbüro und dem Jugendforum gab es nicht.

BT 10.05.2019: Reaktion der Stadtverwaltung

Anfang Mai erfuhren wir dann, dass der Umzug des städtischen Kinder- und Jugendbüros wohl sehr kurzfristig auf Ende Mai gelegt wurde. Da unsere Bitte der Prüfung Anfang April offensichtlich nicht nachgekommen wurde und in unseren Augen versucht wurde, den Umzug schnell durchzuziehen, um keinen Widerspruch zu ermöglichen, haben wir eine Pressemitteilung herausgegeben. Das Thema schlug schnell Wellen, passt es doch zum allgemeinen Eindruck vieler Jugendliche, dass sie in der Innenstadt nicht erwünscht seien.

In unseren Augen ist der Umzug zu kurzfristig gedacht. Die betroffenen, wenigen Räumlichkeiten genügen in unseren Augen auch nach einem Umbau den heutigen Ansprüchen an ein modernes Klassenzimmer nicht. Zudem löst er die grundsätzliche, seit langem schon bekannte Platzproblematik des Markgraf-Ludwig-Gymnasiums, des Gymnasium Hohenbaden und der Realschule nicht – hier muss grundsätzlich geklärt werden, wo zusätzliche Räume für alle Innenstadtschulen geschaffen werden können anstatt in einer eher spontanen Aktion das Kinder- und Jugendbüro zu dezentralisieren und die städtische Jugendarbeit wieder zu schwächen.

Wir werden weitere Gespräche mit den Verantwortlichen der Stadtverwaltung führen und uns weiterhin für einen zentralen Innenstadtstandort stark machen. Auch vonseiten einiger Stadträte haben wir bereits Unterstützung signalisiert bekommen.

Stand 23.05.2019

Gespräch zum Umzug des KiJuB hat stattgefunden

Nach den Diskussionen der letzten Woche haben sich Vertreter des Fachbereichs Bildung und Soziales mit den Jugendlichen von Jugendforum und JuBa e.V. am Montagabend zusammengesetzt. Mit dabei waren unter anderem Lars Ramthun, Thomas Gönner und Polina Druzhinina. Leitziel, so war sich die Runde einig, ist die gute Zusammenarbeit zwischen Jugendforum, JuBa e.V. und der Leitung des Kinder- und Jugendbüros in der bisher bewährten guten Weise beizubehalten und weiter auszubauen.

Konkret wurde besprochen, dass sowohl der Raum für das Jugendforum als auch der Seminarraum in der Stephanienstraße langfristig für die Jugendarbeit zur Verfügung stehen. Das Jugendforum hat Interesse, die Nutzung der  Räumlichkeiten weiter zu entwickeln. Die Verwaltung sicherte zu, dass die Turnhalle in der Stephanienstraße auch künftig über das Kinder- und Jugendbüro verwaltet wird und den Jugendlichen zur Verfügung steht. Um die schnelle und einfache Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Jugendlichen und Verwaltung zu sichern, wurde vereinbart, dass an 2 bis 3 Nachmittagen pro Woche  ein Mitarbeiter des Kinder- und Jugendbüros vor Ort in der  Stephanienstraße sein wird.

Die Jugendlichen betonten, dass mit dem Gebäude Stephanienstraße eine Identifikation mit der Kinder- und Jugendarbeit Baden-Baden einhergeht. Das Jugendforum und JuBa e.V. wollen mit dem Gebäude zeigen, dass die Jugendarbeit in Baden-Baden einen festen Ort hat und wichtiger Bestandteil der Jugendbeteiligung ist. Das Team um die Fachbereichsleiterin Iska Dürr dankte ausdrücklich für den konstruktiven Dialog und freut sich auf eine intensive Zusammenarbeit.

Lars Ramthun (1. Vorsitzender)

Lars Ramthun, 1996 in Karlsruhe geboren und seit Ende 2014 1. Vorsitzender sowie einer der Gründungsmitglieder des JuBa e.V. Persönliche Webseite: https://lars-ramthun.de

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