Der JuBa-Verein wird aufgelöst

Die anwesenden Mitglieder haben sich bei der vergangenen Mitgliederversammlung am 23.10.2020 dafür ausgesprochen, den JuBa-Verein aufzulösen. Hauptgrund hierfür sind insbesondere der Mangel an Freiwilligen, welche das Vorstandsamt übernehmen. Jedoch spielten auch Faktoren wie die für Jugendarbeit ungünstige Situation in Baden-Baden eine entscheidende Rolle, da es hier ein generelles Umdenken geben muss, damit verbandliche Jugendarbeit überhaupt richtig funktionieren kann.

Pressemitteilung vom 10.11.2020

Der JuBa-Verein wird aufgelöst


Mitgliederversammlung beschloss Auflösung / Suche nach neuem Vorstand erfolglos / Schwierige Situation in Baden-Baden und Corona-Pandemie Hauptgründe für Aus


Am 23.10.20 wurde nach längerer Erörterung der weitreichende Beschluss durch die anwesenden Mitglieder des JuBa e.V. gefasst, den Verein aufzulösen. Die finanziellen Mittel, welche durch den Abverkauf von Materialien entstehen und welche bereits vorhanden waren, werden gemäß der Vereinssatzung nach Ablauf des Sperrjahres an die Bürgerstiftung Baden-Baden gehen. Der Mitgliederversammlung, welche aufgrund der aktuellen Situation und der Erklärung der Stadt Baden-Baden zu einem Risikogebiet kurzfristig zur Online-Versammlung umgewandelt wurde, war stets ein Gefühl der Betroffenheit und der Alternativlosigkeit anzumerken.
Nachdem der 1. Vorsitzende Lars Ramthun und die 2. Vorsitzende Ann-Luise Opitz bereits Anfang des Jahres angekündigt hatten, aus beruflichen und zeitlichen Gründen ihre Ämter nicht mehr weiterführen zu können, machte sich der Vorstand sofort auf die Suche nach geeigneten Nachfolger*innen. Der verbleibende Teil des Vorstands, bestehend aus Kassenwart Joshua Reime und Beisitzern Patricia Schmid sowie Michel Brodatzki, konnte sich eine Besetzung der beiden Ämter persönlich nicht vorstellen, war jedoch bereit, neue Gesichter zu begrüßen und bei ihrer Arbeit zu unterstützen.
Dementsprechend wurde in den folgenden Monaten auf persönlicher Ebene, aber auch über die sozialen Medien, fleißig nach jungen, motivierten Personen gesucht, welche die Ziele des JuBa-Vereins unterstützen wollten. Dies stellte sich durch die Corona-Pandemie, die damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens und den Wegfall von Veranstaltungen jedoch komplizierter an als gedacht. Über diverse Online-Aufrufe konnten einzelne Interessenten gefunden werden, welche sich jedoch schlussendlich keine Übernahme eines Vorstandsamtes vorstellen konnten.
Ein weiterer Grund, der sich auch im Rahmen der Mitgliederversammlung im mündlichen Austausch zwischen den Mitgliedern herausstellte, war die schwierige Situation in Baden-Baden, mit der sich die aktiven Mitglieder seit der Vereinsgründung im Jahr 2014 konfrontiert sahen. Ob von städtischer Seite, wo der Veranstaltungsort der Kurmuschel für das erste JuBa-Festival schnell abgewiesen wurde, Werbemittel für Veranstaltungen nicht im sichtbaren öffentlichen Bereich aufgestellt werden durften oder wo wegen Beschwerden eines Anwohners Dinge wie Außenbühnen nicht möglich waren. Bei einigen Mitbürgern und Funktionsträgern stießen die Ideen und Vorstöße der Aktiven nicht immer auf Gegenliebe, nicht selten wurden die Aktiven des Vereins als eine Art „Unruhestifter“ in der doch beschaulichen Kulisse der Kurstadt angesehen.

Lars Ramthun hob als 1. Vorsitzender in der Mitgliederversammlung aber auch die Erfolge des Vereins anhand von ausgewählten Bildern heraus: so fand das JuBa-Festival fünfmal und weitere junge Veranstaltungen statt, zahlreiche Unterstützer, Mitglieder, andere Organisationen, Sponsoren und Bands unterstützen über viele Jahre hinweg den Jugendverein. Hierfür sprach der gesamte Vorstand seine Anerkennung aus und bedauerte sehr, dass die Geschichte des Vereins nun endet.


Der JuBa-Verein war ein 2014 gegründeter Verein mit Sitz in Baden-Baden, der es sich zum Ziel gesetzt hatte, die Jugendkultur in der Kurstadt zu verbessern – mittels Veranstaltungen, Treffen und Öffentlichkeitsarbeit. Die Baden-Badener Jugendkultur sollte gestärkt und die Stadt und die Region jugendfreundlicher werden. Neben eigenen Jugendveranstaltungen war die Kooperation, der Austausch und die Unterstützung von anderen Vereinen im Jugendbereich wichtigste Aufgabe des Vereins.

Lars Ramthun (1. Vorsitzender)

Lars Ramthun, 1996 in Karlsruhe geboren und seit Ende 2014 1. Vorsitzender sowie einer der Gründungsmitglieder des JuBa e.V. Persönliche Webseite: https://lars-ramthun.de

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